der Weg aus der Wolke in die NextCloud

Wie ich den Sprung aus den Public Clouds in meine eigene NextCloud schaffte.


Selten aber doch schaffe ich es ein privates Projekt auch wirklich fertig umzusetzen. So ist es mir nun gelungen meine eine Cloud zu schaffen, und das mit einfachen und günstigen Mitteln.

Wieso nicht die Public Cloud?

Ich verwende schon sehr lange OneDrive, Google Drive und Dropbox parallel. Dort ein paar Daten, da ein paar Daten aber alles im Allen irgendwie keine Ordnung. Das alleine war jetzt eigentlich nicht der springende Punkt für den Absprung. Den CloudXIT (was für ein Unwort) habe ich mit der Idee zu mein Security und Privatsphäre gestartet,und weil ich alles an einem Ort in meiner Hand haben wollte.

Die Hardware

Seit geraumer Zeit spiele ich schon laut mit dem Gedanken mir ein NAS System zuzulegen. Leider komme ich hier nicht unter 500 Euro weg, und das nur weil ich eigentlich eine eine Cloud Hardware mit Docker Support will. Wieso Docker? Naja der jDownloader2 sollte auf der Hardware schon laufen.. und hier kommt meine Lösung ins Spiel 🙂

Einmal im Jahr, wenn die Raspberry Foundation eine neue Version Ihrer Himbeere rausbringt, kaufe ich Sie mir. So habe ich einen RaspberryPi Model A, Pi 2 Model B und einen Pi3 Zuhause. Den neuesten (Pi 3) als Media Center mit OpenElec im 24/7 Einsatz laufen. Die anderen beiden sind in einer Schublade verschwunden. Und hier kommt meine Idee ins Rollen. In einem „das versuche ich jetzt einfach mal“ Moment habe ich meinen Pi 2 mit raspbian versehen und ihm einen jDownloader 2 verpasst.. und siehe da.. er läuft.. und das super Stabil. Nach einigen Tagen 24h Betrieb kam der Entschluss dem kleinen Download Esel eine Festplatte zu verpassen. Aber welche ist hier die Richtige?

Wenn Festplatte .. dann nur Western Digital. Und da kam mir sofort wieder der Begriff WDLABS in den Kopf. Das Team von WD hat extra für den RaspberryPi Festplatten und Gehäuse erschaffen welche man für wenig Geld direkt bei ihnen im Shop beziehen kann. Mein Wahl viel sofort auf die 1TB Platte und ein spezielles Gehäuse in welches man die Platte und den Pi nebeneinander einbauen kann.

Hardware passt..aber geht da nicht noch mehr Software?

Die Hardware steht dann mal fest, aber wenn wir schon ein neue Hardware ins Spiel bringen, vielleicht geht ja mit mehr Software noch mehr … Einsatzmöglichkeiten?

Also wiedermal die Cloud Idee aus den hintersten Gehirnwindungen hervorgeholt und Meister Google befragt. Ja stimmt OwnCloud, aber gibts da nichts anderes? Ja gibt es.. z.b. Nextcloud. Eine kleine Testinstallation später war ich begeistert und wusste das ich damit den Sprung aus den Public Clouds in die Private Cloud schaffe. Zufällig konnte ich dann noch auf der Nextcloud Seite eine günstige WDLabs Alternative meines Setups entdecken ..  die Nextcloud Box . Diese beinhaltet die von mir gewünschte Festplatte inkl. Kabel und sogar das gewünschte Gehäuse… aja und obendrauf gibts noch eine vorbespielte SD Karte (welche ich jetzt nicht unbedingt benötigt habe aber eh das ganze Set kostet gerade mal 70 Euro..was günstiger ist als alle Teile einzeln 😀

Somit war das Set schnell bestellt, und dann sogar innerhalb von 7 Tagen bei mir Zuhause (Obwohl laut Seite das Set erst aber dem 20 November, 3 Woche Wartezeit, lieferbar gewesen wäre).

20161101_212857-COLLAGE

So jetzt ist alles da, gehen wir die Umsetzung an…